Dress Code

Vielleicht meinen Sie jetzt, was geht mich als Neuengland-Urlauber/-in das Thema Dress Code an. Möglicherweise kommen Sie mit diesen Regeln während Ihres Urlaubs überhaupt nicht in Kontakt, allerdings wenn Sie auf Ihrer Reise mal ein besonders feines Lokal oder auch eine Theatervorstellung, Oper oder Konzertveranstaltung oder auch ein sonstiges besonderes Event besuchen, dann würden Sievielleicht doch gerne genauer wissen, welche Kleiderordnung dort gilt, um nicht noch mehr als so schon aufzufallen. Meistens werden Sie von den Amerikanern sowieso sehr schnell als Touristen erkannt, da Ihre Kleidung europäischer und insbesondere Ihre Brille ein anderes Design hat. Auch Ihr generelles Verhalten wird sie als Europäer oder sogar Deutsche identifizierbar machen.

Die meiste Zeit während Ihres Urlaubs können Sie sich aber natürlich sehr leger kleiden, so wie die Amerikaner es auch in ihrer Freizeit tun. Leger heißt aber nicht freizügig, denn das ist in den USA generell nicht gern gesehen und insbesondere Frauen sollten nicht zu viel Haut zeigen. In der Geschäftswelt und zu offiziellen Anlässen ist die Kleidung aber eher formal und die Regeln sind strikter, als wir es in Deutschland gewohnt sind. Da sind die USA wohl eher mit Großbritannien vergleichbar, wo es auch noch mehr Bekleidungsvorschriften gibt. Dort sollten Sie sich also angemessen und eher elegant kleiden. Haben Sie eine Einladung zu einer Veranstaltung, dann ist dort meistens angegeben, wie man sich kleiden soll.

Kleidungsvorgaben für Events tagsüber und abends

"Business Casual" ist zwar relativ leger, so dass Sie den Hemdkragen offen lassen können, Sie sollten aber das Hemd nicht über der Hose tragen. Jeans sind akzeptabel, sie sollten aber nicht abgewetzt sein. Turnschuhe, Sportsocken und sonstige sportliche Accessoires sollten Sie darüber hinaus eher vermeiden.

"Business Attire" ist die Geschäftskleidung oder Arbeitsgarderobe und ist somit formaler als "Business Casual". Ein Anzug ist für Männer Pflicht, allerdings muss es kein dunkler sein, denn erlaubt sind sowohl schwarz oder grau als auch blau oder braun. Das Hemd sollte hell und einfarbig sein. Bei Frauen reichen die Möglichkeiten von einer Stoffhose mit Bluse bis zu einem Hosenanzug. Accessoires sollten eher unauffällig sein.

"Business formal" ist dann noch mal eine Steigerung der Formalität. Hier gehört für Herren unbedingt eine Krawatte mit dazu und die Farben des Anzugs sollten etwas gedeckter sein. Bei Frauen ist es dann eher ein schickes Kostüm oder ein Hosenanzug mit Bluse. Dabei sollte der Rock nicht zu viel Bein zeigen und die Absätze sollten nicht zu hoch sein.

"Informal" bedeutet bei Abendveranstaltungen keineswegs, dass es leger zugeht. Vielmehr soll es nur sagen, dass bei Männern noch kein Smoking oder Frack und bei Frauen kein Abendkleid erwartet wird. Ein elegantes Outfit in gedeckten Farben sowie passende und dezente Accessoires sind die richtige Wahl.

Der Zusatz "Black Tie" bedeutet hier, dass es sich um eine verbindliche und offizielle Angelegenheit handelt und vom Herren Smoking und von der Dame das kleine Schwarze oder eher noch ein schickes langes Abendkleid erwartet wird.

"White Tie" ist ganz besonderen Events vorbehalten, wo die Outfits besonders fein und elegant sind. Hierbei handelt es sich also um hochoffizielle Abendanlässen, Bällen oder Staatsbanketts. Das werden Sie in Ihrem Urlaub wohl eher nicht erleben oder nur von außen beobachten. Für den Mann bedeutet es: schwarzer Frack und Hose mit weißer Weste und weißer Fliege sowie Lackschuhe. Und für die Damen: Abendkleider lang - bodenlang - und häufig Handschuhe.

Das klang jetzt vielleicht etwas zu kompliziert und Sie wollen diesen Kleidungsstress im Urlaub möglicherweise auch lieber vermeiden. Wer allerdings etwas aufmerksam und sensibel seine Umgebung beobachtet, sollte eigentlich keine Probleme haben, die Dress Code Regeln befolgen zu können. Die Amerikaner nehmen sie ernst und freuen sich, wenn Sie es auch tun. Außerdem haben die Damen so auch die Möglichkeit endlich mal Ihr langes Abendkleid auszuführen. So viele Gelegenheiten derartige Kleidung zu tragen, bieten sich ja sonst auch nicht.